Mikroverfilmung
„Hat man im Jahr 2010, als ihr jung ward, nicht fotografiert?“, werden die Kinder eines Tages ihre Eltern fragen, die derzeit noch in der Pubertät sind. „Hat man schon, doch die Festplatte und Speicherkarten, auf denen die Bilder liegen, sind nicht mehr lesbar“, wird die Antwort der Eltern sein.
Die Digitalisierung des Alltags beschert unschätzbare Vorteile wie weltumspannende Datenkommunikation, digitale Medienproduktion und digitale Archivierung. Doch dabei wird eines übersehen: digitale Archivierung verpflichtet zur Datenpflege, die Aufwand und Kosten verursacht und auf Jahrzehnte gesehen sich zu horrenden Summen addieren kann. Da ist die Speicherung auf Farbmikrofilm wesentlich kalkulierbarer: die digitalen Daten werden auf dem Film gespeichert – sichtbar wie ein klassisches Dia. Da bleiben Kosten und Aufwand überschaubar, und vor allem fallen sie nur einmal an.
Die Belichtung digitaler Daten auf Farbmikrofilm verknüpft die Stärken der Digitalisierung mit denen des Films aufs Vorteilhafteste und ermöglicht die Langzeitarchivierung digitaler Daten ohne große Nachfolgekosten. Und künftige Generationen benötigen zum Betrachten des Mikrofilm-Archivs nur eines: Licht.
